Wie 1969 alles anfing
Ende der 60er Jahre begannen die großen Spendenaktionen für das "Reha-Zentrum". "Alle Vereine und Verbände haben da mitgezogen", erinnern sich Wilhelm Niemann und Altbürgermeister Josef Kathe, der damals für die Kassenführung der Bürgeraktion zuständig war. "Es gab eine riesige Begeisterung, die sich insgesamt positiv auf das Gemeindeleben und das kirchliche Leben auswirkte", so Niemann.
Ortsfeste, Karnevalssitzungen, Fußballturniere, alles stand unter dem Motto "Reha-Zentrum", sogar Vereine und Verbände aus Lohne, Holdorf, Visbek und anderen Gemeinden beteiligten sich mit Aktionen und stellten Spenden für die Dinklager Initiative zur Verfügung. Ein Teil des Geldes, 53.000 DM, wurde von Albert Bahlmann in einer Fernsehsendung der "Aktion Sorgenkind" übergeben. Albert Bahlmann, der damalige Vorsitzende der Bürgeraktion, hat mit seinem Einsatz viel zum Gelingen des großen Vorhabens beigetragen.
Eine Idee nimmt konkrete Formen an
Konkrete Schritte zur Umsetzung des Konzeptes begannen bereits mit dem Besuch des Niedersächsischen Sozialministers Kurt Partzsch im Februar 1969. In diesem Monat brachte auch das Offizialat in Vechta die Josefs-Gesellschaft als potenziellen Träger ins Gespräch. Nach einem Grundsatzgespräch im November sollten unter der Federführung der Josefs-Gesellschaft die Anträge für den Bau von 100 Wohnheimplätzen, einer Schule für 120 Schüler, des Therapiebereichs und der Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude gestellt werden. Trotz des großen Enthusiasmus ging es mit den Planungen aber nur langsam voran. Wegen zu hoher Kosten musste das Programm reduziert werden.
Winterlicher Ortstermin 1969 mit Blick auf das Planungsgelände des Dinklager Zentrums für Menschen mit Körperbehinderung. Sozialminister Partzsch lässt sich von Pfarrer Niemann die Begebenheiten erläutern. In der ersten Ausbaustufe sollten eine Schule mit 60 Plätzen, ein Internat/Heim mit 40 Plätzen und ein Therapiebad entstehen.
Das Kuratorium der Anna-Stiftung entschloss sich bereits 1971 in eigener Regie zum Bau einer Tagesstätte für körperbehinderte Kinder im Vorschulalter, dem heutigen „Kinderhaus St. Anna“ am Eschweg. 1973 wurde diese Tagesstätte in Betrieb genommen.







